Ihr habt es ja nicht anders gewollt

Ihr erinnert euch doch sicher noch an die Abstimmung über die zukünftige Frisur meiner Gesichtsbeharrung, oder?  Das Ergebnis könnt ihr hier nochmal einsehen: http://doodle.com/t5392vfme5umn35g Der Bleistiftbart hat also mit 9 Stimmen knapp vor dem Schnurrbart mit 6 Stimmen gewonnen. So kam es also, dass ich hier in Puebla zum Barbier ging. Natürlich war ich vorbereitet und habe mir ein Bild eines bekannten Bleistiftbart-Trägers auf meinem Handy zum Vorzeigen dabei gehabt. Es war Clark Gable, ein amerikanischer Oscar Preisträger.

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Clark Gable (Bild von Doctormania.com) Die Vorlage für den Friseur.

Zum Glück hatten wir an dem Nachmittag mexikanische Guides aus unserer Sprachschule dabei, die uns etwas halfen mit den Friseur zu kommunizieren. Es war unser erster Tag in Puebla und auch unser erster Tag an dem wir spanisch lernten. Nach 30 Minuten auf dem Friseurstuhl, der zu meiner Verwunderung dem Spiegel abgewendet war, sah ich dann so aus:

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Vorher

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Nacher

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Und das war der Künstler.

Ich finde es sieht gar nicht mal schlecht aus, nachdem man sich dran gewöhnt hat. Wie es aber in Zukunft weiter geht, kann ich euch nicht sagen. Nur soviel, nach 2 Wochen ist er noch dran und ich habe irgendwie Lust damit noch etwas mehr herum zu experimentieren. Ihr werdet es ja in den folgenden Beiträgen sehen wie sich das entwickelt.

Viele Grüße
Felix

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Standard

5 Länder in 10 Tagen

Zuerst will ich euch kurz mitteilen, dass der Beitrag über meinen neuen Bart in Kürze erscheinen wird, da ich die Chronologie der Beiträge bewahren will und wir zugegebenermaßen etwas hinterherhängen. Sorry erstmal dafür, ich weiß, dass ihr alle mega gespannt darauf wartet, aber ich kann nur soviel sagen, dass ich euch nicht enttäuschen werde. Aber zuerst wollen wir euch von einer unserer krassesten Reisen erzählen.

Die Große Tour begann in Luang Namtha, wo wir die 3tägige Dschungelwandertour machten. Am Tag der Abreise gab es den ersten Schock, als ich morgens aufstand und meine Kreditkarte nicht an ihrem Platz in der Bauchtasche war. Also erstmal ganz ruhig bleiben, das ganze Hotelzimmer auf den Kopf stellen und feststellen, dass sie wirklich nicht da ist. MIST! Als zweites, überlegen wo man gestern war, ob man beraubt wurde oder sie irgendwo verloren hat. Dann ist mir eingefallen, dass wir am vorigen Abend ja noch übereilt Geld abgehoben haben um damit ein Busticket zu kaufen. Mist! Ich hab die Karte im Geldautomaten vergessen. Man muss dazu sagen, dass man es aus Deutschland gewöhnt ist, dass zuerst die Karte kommt und dann das Geld. Tja, in Laos ist es andersrum. In der Eile, die vollkommen übertrieben war, hab ich wohl das Geld genommen und die Karte vergessen. Naja und man weiß ja was passiert, die Karte wird vom Automaten eingezogen. Leider war Sonntag und die dazugehörige Bank nicht offen. Zuerst habe ich den Hoteljungen gefragt was man machen kann, er konnte aber fast kein englisch und war wenig hilfreich. Als zweites dann nochmal zur Bank und die Leute die im Haus direkt daneben wohnten mit Händen und Füßen gefragt ob sie was ausrichten könnnen. Leider waren alle Versuche zwecklos und die Zeit auch knapp, da unser Bus um 11 Uhr fuhr. Also fuhren wir weiter ohne meine Kreditkarte. Ich unternahm in Houay Xai (Grenzstadt in Laos nach Thailand), wo wir noch eine Nacht verbrachten, noch einen letzten Versuch und schrieb der Bank eine E-Mail und fragte, ob sie mir die Karte nach Chiang Mai schicken können. Nachdem ich aber am nächsten Tag in Chiang Mai noch keine Antwort erhalten hatte, gab ich auf und ließ die Karte sperren. Soviel zum Abschied aus Laos und herzlich Willkommen in Land Nummer 2.

Den kleinen Kulturschock, den wir in Thailand hatten, und unsere Aktivitäten hat Anne in ihrem vorherigen Beitrag ja schon beschrieben. Von Chiang Mai aus ging es dann auf unseren ersten 24 Stunden Trip nach Manila. Zuerst nahmen wir den Bus über Nacht nach Bangkok und wurden dort sehr rau mit den Worten ‚Bangkok, Khao San, leave quickly‘ geweckt. Haben uns gedacht, dass sie vielleicht auf vergessene Gegenstände spekulieren. Denn normalerweise macht die Bus-Crew 30 Minuten vor Ankunft das Licht und eventuell auch Musik an. In Bangkok sind wir erstmal zu McDonalds und in ein anderes Restaurant gegangen und haben uns mit Leoni, einer Deutschen, die im gleichen Bus war, die Zeit bis zum Flug (13 Uhr) vertrieben. Nach 3 Stunden Flug sind wir in Manila angekommen und haben uns ein Taxi in die Stadt genommen. Dummerweise wollten wir Geld sparen und haben ein Taxi im Ankunftsbereich genommen. Das Ende vom Lied war, dass der Taxifahrer aufgrund eines Missverständnisses 25 Euro für die Strecke wollte, die mit einem Prepaid-Taxi 10 Euro kostet. Nach 15 min hartem Verhandeln vorm Hotel haben wir immer noch 16 Euro bezahlt. Danach war ich sehr aufgebracht und dachte mir nur so, herzlich willkommen auf den Philippinen (Land 3). Diese Erfahrung hat uns einen sehr negativen ersten Eindruck von Manila gegeben, der sich auch so schnell nicht mehr verflüchtigt hat.

Manila selbst hat keine berühmten Sehenswürdigkeiten. Was typisch für Manila ist, ist die bei uns sogenannte Schere zwischen Arm und Reich. Bloß angesichts der Zustände hier erscheint die Diskussion bei uns in Deutschland wirklich lächerlich. Hier kann man im Finanz- und Wirtschaftsdistrikt Wolkenkratzer bestaunen und ein paar hundert Meter weiter in die Slums eintauchen. Hier sind überall in der Stadt Golfplätze verteilt und in den angrenzenden Teichen waschen sich die Menschen oder fangen Fische. Hier gibt es mit die größten Einkaufzentren der Welt mit allen Produkten, die es bei uns auch gibt und auf der Straßenseite schlafen die Leute auf der Straße.

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Die Philippinen haben das stärkste Wirtschaftswachstum in Südostasien, aber die Armen merken davon nichts.

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Reich und Arm leben hier auf engsten Raum zusammen.

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Der Sonnenschirm wird natürlich nicht selber getragen.

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In der 'Mall of Asia' gibt es eine Eislaufbahn.

Das Zweite was auffällt sind die bewaffneten Sicherheitskräfte, die wirklich vor jedem Restaurant und jedem Laden stehen (nicht selten mit Maschinengewehr). Das führt allerdings eher dazu, dass man sich noch unsicherer fühlt. Unsere Zeit in Manila haben wir uns mit einem Museum, Stadtwanderung, Erholung, Geocaching und einem Interview vertrieben (zu dem Interview bald mehr).

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Manila Abends. Es ist selbst für Fußgänger schwer hier weiter zu kommen. Die örtlichen öffentlichen Verkehrsmittel sind die so genannten Jeepneys.

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Ein Jeepney.

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Das zweite Fortbewegungsmittel sind Fahrräder oder Motorräder mit Beiwagen.

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Na Felix wie findest du Manila?

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Ach komm, sei ehrlich!

So ging es dann nach fünf Tagen Manila am 17. Februar abends weiter auf unseren zweiten 24 Stunden Trip über Los Angeles nach Mexiko City. Das lustige ist, dass wir durch das Überschreiten der Datumsgrenze früher in LA angekommen sind als wir losgeflogen sind. In LA angekommen, mussten wir in die USA einreisen, da es dort keinen internationalen Transitbereich gibt. Davor hatten wir am meisten Angst, da es unzählige Horrorstories über die Willkür der Grenzbeamten gibt. Tatsächlich wolllte der Officer wissen (wohlgemerkt, nachdem wir ihm unser Weiterflugticket gezeigt hatten) „What’s going on in Mexico?“ und „How do you get out of Mexico?“. Da waren wir erstmal perplex, da es überhaupt nicht um sein eigenes Land ging. Ich erzählte ihm, dass wir auf dem Landweg weiter nach Mittelamerika wollen und über Kuba wieder nach Deutschland, diesen Flug aber noch nicht gebucht haben. Das gefiel im sichtlich nicht und er fragte noch, ob wir vorhaben noch mal in die USA einzureisen, was wir verneinten. Dann nur noch kurz Fingerabdrücke beider Hände abgeben und wir waren im Land der unbegrenzten Möglichkeiten (Nummer 4). In LA haben wir unseren 6stündigen Aufenthalts dazu genutzt in der Nähe des Flughafens ein paar Caches einzusammeln (was sonst?).

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Wie ihr euch sicher denken könnt, gab es den Burger nur für mich.

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LAX, das internationale Kürzel für den Flughafen in Los Angeles.

Nachts um zwölf ging es dann mit lauter Mexikanern im Flugzeug nach Mexiko City, wo wir am 18 Feb. um 5 Uhr morgens ankamen (damit wären wir beim 5. Land).

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Das erste Frühstück in Mexiko City, Churros mit Schokolade.

Damit startet jetzt offiziell der zweite Teil unserer Reise, den wir mit einem zweiwöchigen Spanischkurs beginnen.

Viele Grüße
Der Felix

Standard

Chiang Mai

Nach drei Wochen Laos haben wir auf dem Weg nach Bangkok noch vier Tage Zwischenstopp in Chiang Mai gemacht, der zweitgrößten Stadt in Thailand. Chiang Mai ist eine Touristenstadt und bekannt für seine unzähligen Tempel und andere kulturelle Highlights. Nach Laos war es fast ein Kulturschock wieder in einem so entwickelten Land zu sein. Bevor wir uns von Asien verabschieden, haben wir noch zwei Aktivitäten erledigt, die schon lange auf unserer ToDo-Liste standen: Thaiboxen und ein Thai-Kochkurs.

Das Thaiboxen war zwar eine reine Touri-Veranstaltung, aber trotzdem sehr unterhaltsam und interessant. Hier ein paar Bilder:

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Die beiden sind höchstens 15, aber es ging ziemlich zur Sache (inkl. KO)

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Bei den Ladies ging es etwas sanfter zu

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Zur Unterhaltung gab es zwischendurch einen Fun-Kampf, bei dem die fünf Teilnehmer mit verbundenen Augen ins Leere boxen bis sie zufällig jemanden treffen.

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Im Finale haben ein Thailänder und ein Franzose gegeneinander gekämpft. Ersterer hatte leider keine Chance

Zugegeben, der Thai-Kochkurs war etwas mehr nach meinem Geschmack (ohne Blut und halb bewusstlose Männer). Zuerst haben wir Padthai gekocht, dann Frühlingsrollen und scharfen Papayasalat und zum Schluss vier verschiedene Thai-Currys.

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Mein erster selbstgemachter Papayasalat

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Daraus wird gleich rotes und grünes Thaicurry sowie Massaman- und Panang-Curry

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Nach 15 Minuten Stampfen ...

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Tadaaaa! Das ganze wird mit Kokosmilch und Gemüse im Wok zubereitet.

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Na dann n‘Gudn!

Das wird auf jeden Fall zu Hause nachgekocht!
Viele Grüße,
Anne

Standard

Laos

Laos? Wo liegt eigentlich Laos und was macht man da? Das haben wir uns vor einigen Monaten auch gefragt. Wenn man eine Rundreise durch Südostasien macht, kommt man fast nicht drumherum auch Laos zu besuchen. Wir hatten auch so schon viel Gutes über das Land gehört (naja, hauptsächlich, dass es noch nicht so touristisch ist wie seine Nachbarländer), deswegen freuten wir uns nach Vietnam und im speziellen der sehr touristisch aber auch schönen Ha Long Bay wieder auf ein usprünglicheres und unberührteres Land. So stiegen wir also in Ha Long Stadt in den Bus nach Than Hoa (Vietnam), übernachteten dort und nahmen am nächsten Tag den Direktbus über die Grenze nach Vieng Xay (Laos). Am Abend vor der Fahrt waren wir etwas nervös, da wir im Internet Horrorgeschichten über horrende Preise für Touristen, überfüllte Busse und 16 stündige Busfahrten gelesen hatten. Hinzu kam auch noch, dass Felix am gleichen Abend gemerkt hatte, dass er keine Passfotos mehr für das Visum hatte. Aber mit Hilfe von Google translator und dem netten Hotelpersonal konnte das Problem zügig gelöst werden.

Am besagten Morgen kreuzten wir eine Stunde vor Abfahrt am Busbahnhof auf und stellten fest, dass wir uns umsonst Sorgen gemacht hatten. Im Bus saß bereits ein anderer Tourist, der schon den Fahrpreis in Erfahrung gebracht hatte. Dieser lag zwar mit 12 Euro weit über dem der Einheimischen, war aber noch vertretbar. Wir sicherten uns zwei der ca. 14 Sitzplätze und gönnten uns zum letzten Mal eine vietnamesische Nudelsuppe zum Frühstück. Während der Fahrt in dem mit Reissäcken, Ersatzteilen und anderen Gütern bepackten Bus lernten wir den Chilenen Nicolás näher kennen, mit dem wir die nächsten Tage verbringen sollten. Die Einreise nach Laos über den sehr selten von Touristen benutzten Grenzübergang war kein Problem, nachdem Nicolás die Gebühr für das Visum von 45 USD auf 37 USD ‚runter gehandelt‘ hatte. Die Gebühr für das Visum sollte eigentlich 30 USD sein aber darauf konnte man sich nicht einigen.

Vieng Xay
Nach der 9 stündigen Busfahrt sind wir abends in Vieng Xay angekommen und haben uns zusammen mit Nicolás auf die Suche nach einem Hotel gemacht. Am nächsten Tag haben wir uns die einzige Sehenswürdigkeit des Ortes angeschaut, um das Dorf herum verteilte Höhlen, die in den steil aufragenden Kalksteinfelsen zu finden sind. In diesen haben sich die Dorfbewohner und vor allem die kommunistische Regierung von Laos während des Vietnamkrieges vor den neun Jahre andauernden Bombardierungen der Amerikaner geschützt. Der Grund der Bombardierungen war die Unterbindung der Versorgungswege (Ho-Chi-Minh-Pfad) für die Vietcong im Süden Vietnams und die Bekämpfung der kommunistischen Regierung in Laos. Die Führung unternahmen wir zusammen mit Nicolás und 4 weiteren Touristen. Für die Tour haben wir einen Audioguide bekommen, wo bei manchen die Stoptaste nicht funktionierte, der Kopfhöreranschluss einen Wackelkontakt hatte oder nur eine Seite der Kopfhörer ging (irgendwas ist halt immer). Die Tour durch den Ort von Höhle zu Höhle bestritten wir auf Kinderfahrrädern, außer Felix, dessen Fahrrad gleich am Anfang schlapp gemacht hat und so durfte er bei unserem Guide auf dem Moped mitfahren. Ansonsten war die Tour aber sehr lehrreich, man lernte etwas über den ‚geheimen Krieg‘ der Amerikaner in Laos und wie die Leute ihren Alltag während der täglichen Bombardierungen meisterten.

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In dieser Höhle befand sich der Regierungssitz und die Wohnung des Präsidenten

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Ja, das ist die Toilette

Phonsavan
Am nächsten Tag ging es mit dem lokalen Bus von Sam Neua nach Phonsavan weiter. Zum Glück waren wir wieder eine Stunde vor Abfahrt am Busbahnhof, denn der Busfahrer hatte sich überlegt einfach eine halbe Stunde früher loszufahren. Die gewonnene Zeit wurde aber gleich wieder zunichte gemacht, da der Busfahrer viermal angehalten hat, damit die Fahrgäste die am Straßenrand angebotenen Bambuswurzeln und anderen Reiseproviant erwerben konnten (wovon diese auch regen Gebrauch gemacht haben).

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In Phonsavan liehen wir uns am nächsten Tag ein Moped aus und besuchten mit Nicolás die ‚Ebene der Tonkrüge‘. Dabei handelt es sich um bis zu 3 Meter große Steinkrüge, die ca. 2000 Jahre alt sind und über die man ansonsten nicht viel weiß, außer dass sie vermutlich als Urnen verwendet wurden. Auch weiß man nichts über die Menschen, die diese Tonkrüge herstellten. Das einzige was man weiß ist, dass diese riesigen Krüge an dutzenden Plätze vertreten sind und 3 davon für Touristen seit ca. 10 Jahren zugänglich sind.

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Ein weiterer großer Aspekt an Phonsavan und der ganzen östlichen Provinzen Laos sind die so genannten UXO, unexploded objects, wie zum Beispiel riesige Bomben bis hin zu kleinen Splittergranaten. Die Hinterlassenschaften davon sind allgegenwärtig, genauso wie Museen darüber und Organisationen, die diese beseitigen und entschärfen. Man muss sich vorstellen, dass dort täglich 9 Jahre lang Bombardierungen stattgefunden haben und in der Zeit mehr Bomben als im Zweiten Weltkrieg fallen gelassen worden sind

Vang Vieng
Nach so viel Kultur und Geschichte haben wir uns auf den Weg in die Partyhauptstadt von Loas gemacht. Leider haben einige Einheimische die kurvige Busfahrt durch die Berge nicht so gut vertragen und die ganze Fahrt über in ihre Plastiktüten… na ihr wisst schon.
Vang Vieng ist vor allem bei Australiern wegen des sogenannten Tubing äußerst beliebt. Theoretisch ist es ein sehr harmloses Vergnügen, bei dem man sich auf einem großen LKW-Schlauch einige Kilometer den Fluss hinunter treiben lässt. In der Praxis war es aber bis vor ein paar Jahren ein großes Besäufnis mit anschließendem Tubing. Auf den ersten hundert Metern kann man noch in vielen weiteren Bars anhalten, die meisten wurden aber vor einigen Jahren geschlossen, nachdem 2011 fast 30 Touristen beim Tubing ums Leben gekommen waren.
Wie es der Zufall wollte, waren wir ausgerechnet am australischen Nationalfeiertag an der Bar am Startpunkt und ca. 50 junge Australier taten genau das, was laut Medienberichten eigentlich nicht mehr existieren sollte: um 11 Uhr ging es von 0 auf 100 los mit Trinkspielen und Mixgetränken aus Eimern. Vor zehn Jahren hätten wir uns ihnen vielleicht angeschlossen, aber mit zunehmender Reife können wir dem inzwischen nichts mehr abgewinnen… Also schnappten wir uns nüchtern unsere Reifen und marschierten runter zum Fluss, wurden aber noch von dem australischen Barbetreiber gewarnt, wir würden eine „crazy party“ verpassen und ganz einsam und alleine ohne besoffenes Partyvolk den Fluss hinabtreiben. Genau so haben wir es dann auch gemacht und haben uns ganz entspannt drei Stunden treiben lassen und die tolle Landschaft genossen, von der die „Aussies“ garantiert nichts mitbekommen haben.

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Luang Prabang
Die nächste Station war Luang Prabang, eine hübsche Touristen- und ehemalige Königsstadt mit unendlich vielen Tempeln und französischem Flair (dementsprechend auch mit vielen Franzosen). Hier haben wir uns etwas Entspannung gegönnt und einen Tagesausflug zum Kuang Xi Wasserfall gemacht, eindeutig der schönste Wasserfall bisher!

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Was man hier auch miterleben kann ist der morgendliche Bettelgang der Mönche. Kurz vor Sonnenaufgang laufen sie durch die Straßen und nehmen Spenden von Einheimischen an (Reis, Obst usw.). In der Praxis sieht es aber so aus, dass das Ritual von überwiegend asiatischen Touristen kaputt gemacht wird, die unbedingt daran teilnehmen wollen, aber den nötigen Respekt vermissen lassen. So wird z.B. darum gebeten sich im Hintergrund zu halten und auf keinen Fall die Mönche mit Blitzlicht zu fotografieren. All das wird aber ignoriert (man will ja schließlich ein gutes Foto haben) und so kommt man sich vor wie im Zoo bei der Pinguin-Fütterung.

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Unser Aufenthalt hat sich dann noch unfreiwillig um einen Tag verlängert, weil der Busfahrer vergessen hat uns vom Hotel abzuholen. Aber alles halb so wild, wir haben herausgehandelt, dass uns eine weitere Übernachtung bezahlt wird und haben noch einen schönen Tag in Luang Prabang verbracht.

Luang Namtha
Die schrecklichste Busfahrt und mit knapp 9 Stunden auch eine nicht gerade kurze Fahrt haben wir nach Luang Namtha in einem Minivan verbracht. Die Fahrt führte uns weiter durch die Berge in den Norden von Laos. Es waren aber nicht die zahlreichen Kurven oder das auf und ab, vielmehr war das schlimme daran, dass 90 % der Strecke durch eine einzige Baustelle führte. Diese Baustelle darf man sich nicht wie bei uns mit Ampeln und geregeltem Verkehr vorstellen, sondern vielmehr dass man einfach direkt in die Baustelle reinfährt, ohne Absperrung oder ähnliches. Da muss man schonmal 20 Minuten warten, bis der Bagger fertig gebaggert hat.

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Und da es natürlich auch schnell gehen musste konnte der Fahrer auch nicht allen Schlaglöchern ausweichen. Zudem kam noch, dass wir ganz hinten im Minivan saßen und diese Plätze im allgemeinen aufgrund der „guten“ Federung gemieden werden. So saßen wir also nicht die ganze Zeit auf unseren 4 Buchstaben sondern wurden auf und ab und von rechts nach links geschleudert. Weiterhin war die ‚Straße‘ auch noch so staubig, dass man das Fenster nicht immer offen haben konnte und es dadurch auch noch super heiß war. Klimaanlage? Ja, aber die hat das nicht ansatzweise geschafft. Wir haben uns sogar zeitweise gefragt, ob wir vielleicht aus Versehen statt einem Busticket Karten für einen Rallye Grandprix gekauft haben. Als wir endlich in Luang Namtha ankamen und beim Abendessen saßen, konnten wir immer noch das auf und ab im Kopf fühlen.
Ein positiver Aspekt war jedoch, dass uns die Reise mit den anderen Mitfahrern zusammengeschweißt hat. Da wir ohnehin alle nach Luang Namtha gekommen waren um eine Dschungelwanderung zu machen, haben wir beim Abendessen kurzerhand beschlossen die Tour zusammen zu machen. Außer uns beiden waren das noch ein weiterer Deutscher, ein kanadisches Pärchen und einer Malaysierin. Zu unser Wandergruppe haben sich dann noch eine Chinesin, ein Kanadier und eine Australierin gesellt. Am nächsten Tag haben wir die Angebote der verschiedenen Anbieter verglichen und am Ende unsere eigene Tour zusammengestellt.
Am ersten Tag ging es ein paar Stunden durch den Dschungel, vorbei an zwei Dörfern, wo wir das einfache Leben der Einheimischen beobachten konnten. Als Mittagessen wurden uns Reis, Omelette und Gemüse auf einem großen Bananenblatt serviert und alles mit den Händen gegessen. Gegen 17 Uhr erreichten wir unser Lager am Fluss, wo wir gebadet haben und den Abend mit Kartenspielen und einem Liter Reisschnaps verbrachten. Im Gegensatz zu unserer Tour in Kambodscha gab es hier sogar eine Holzhütte mit Betten aus einem Bambusgestell, das mit einem Reissack bespannt war.

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Mittagessen!

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Wir werden im Dorf einer ethnischen Minderheit mit Taschen und Armbändern empfangen.

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Am nächsten Tag sind wir vormittags ein paar Kilometer mit dem Kanu gefahren und nach dem Mittagessen auf einen Berggipfel gestiegen, von wo aus wir den Sonnenuntergang beobachten konnten. Nach einer weiteren Nacht in einem Camp ging es dann wieder den Weg hinunter und zurück in die Stadt. Die von uns zusammengestellte Wanderung war dann doch sehr anspruchsvoll und wir waren alle froh wieder in einem komfortablen Hotelzimmer zu schlafen.

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K.O. und glücklich nach 3 Tagen Dschungel

Laos ist in der Hinsicht sehr bemerkenswert, dass die Touristenstädte Luang Prabang und Vang Vieng, die mit vielen westlichen Annehmlichkeiten daherkommen, in einem sehr krassen Gegensatz zum Rest des Landes stehen. Außerhalb dieser verwestlichten Orte gibt es (mit Ausnahme der Hauptstadt Vientiane) ausschließlich kleine Städte und Dörfer mit geringer Infrastruktur, d.h. Straßen, Gesundheits- und Bildungssystem sind in einem sehr wenig entwickelten Zustand. Industrie und Dienstleistungsunternehmen gibt es so gut wie gar nicht. Deshalb war es für uns umso interessanter zu sehen wie das Leben in einem so armen Land funktioniert. Abgesehen von der tollen Landschaft hat man hier noch die Möglichkeit ein Land kennenzulernen, in dem die touristischen Pfade noch nicht so ausgetreten sind wie z.B. in Thailand oder Vietnam und man die Chance hat die Menschen in ihrer traditionellen Lebensweise zu beobachten.

Viele liebe Grüße,
Anne und Felix

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Bart

Wie ihr sicher schon an den Fotos bemerkt habt, habe ich mich seit längerer Zeit nicht mehr rasiert. Aufgrund meiner Veranlagung ist daraus aber kein Vollbart geworden. Da es jetzt aber mal wieder Zeit wird für was neues und ich mich nicht entscheiden kann was ich mir für eine neue Frisur im Gesicht zulegen soll, habe ich mir gedacht, dass ich das euch entscheiden lasse. Daher hier eine Doodle Umfrage, die eine Woche laufen wird. Falls ihr noch weitere Bartfrisuren für mich habt, benutzt die Kommentar Funktion.

Bitte hier abstimmen:
http://doodle.com/t5392vfme5umn35g

So sehe ich übrigens jetzt aus, wird also Zeit für was neues:

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http://doodle.com/t5392vfme5umn35g

Für die Begrifflichkeiten hier ein Foto:

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Vietnam

Nach einer für euch sehr langen Durststrecke melden wir uns aus der 9491 km entfernten laotischen Partyhauptstadt Vang Vieng zurück um euch Bericht zu erstatten was wir in Vietnam all die Wochen so getrieben haben.

Ho Chi Minh City (Saigon) und das Mekong Delta

Saigon, die alte Hauptstadt des Südens besticht vor allem durch den sehr dichten Verkehr und eine schiere Unendlichkeit an Mopeds, die sich wie in Schwärmen durch die Straßenschluchten ihren Weg bahnen. In der Kneipenstraße wird bis in die Morgenstunden Bier vom Fass bis runter auf 20 cent ausgeschenkt. Weiterhin findet man hier wie fast überall im Land Museen über den Vietnamkrieg. Wir haben den Wiedervereinigungspalast besucht, der früher von den Südvietnamesen als Regierungspalast genutzt wurde und heute ein Museum ist und teilweise noch für offizielle Empfänge genutzt wird. Im Kriegsmuseum wird hauptsächlich die eine böse Seite der Amerikaner dargestellt, die mit Napalm, Phosphor Bomben und auch Dioxin oder Agent Orange hier gekämpft haben und die Bevölkerung in der dritten Generation teilweise immer noch davon noch betroffen ist (in Form von Missbildungen). Ansonsten waren wir wie immer cachen, über die Märkte und durch die engen Gassen schlendern und haben Weihnachten hier verbracht. Weitere spektakuläre Sehenswürdigkeiten gibt es hier eher weniger zu sehen, dafür ist es schon ein Abenteuer hier am Straßenverkehr teilzunehmen und lebend über die Straße zu kommen.

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Mopeds, Mopeds, Mopeds

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Nachtleben

Von Saigon aus haben wir einen zweitägigen Ausflug ins Mekongdelta gemacht, der sich ziemlich schnell als Kaffeefahrt herausstellte. Es begann ganz harmlos mit einer Busfahrt und einem ersten Stopp an einer Behindertenwerkstatt, wo (angeblich) Opfer aus dem Vietnamkrieg arbeiten. Außer einem eingestaubten Rollstuhl am Eingang wies allerdings nichts auf behinderte Menschen hin. Dafür war der Verkaufsraum umso riesiger und gefüllt mit bunter Keramik.
In den zwei Tagen haben wir verschiedene Inseln im Mekong besucht, wo man sehen konnte wie bestimmte Spezialitäten der Region hergestellt werden, darunter Süßigkeiten aus Kokosnuss, Honig, Reisnudeln und gegrillte Frösche und Schlangen. Jede Viertelstunde wurde eine neue Bootsladung Touristen durchgeschleust und natürlich konnte man alle Erzeugnisse und weiteren Touristenkram zu überteuerten Preisen kaufen. Echtes Kaffeefahrt-Feeling, nur ohne Rheumadecken.
Ein echtes Highlight war aber der Homestay, d.h. man übernachtet im Haus einer vietnamesischen Familie. Es gab selbstgekochtes Essen und wir haben jede Menge über das Alltagsleben und die Pomelofarm der Familie erfahren.

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So stellt man übrigens Reispapier her

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Obligatorisches Schlangenfoto

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Unser Gastgeber

Mui Ne
In Mui Ne haben wir zwei Tage verbracht. Sie begangen damit, dass sich unsere Buchung über booking.com als überflüssig herausstellte. Als wir an der Unterkunft ankamen, wurden wir mit einem freundlich ‚full‘ und ’no free rooms‘ begrüßt. Das war aber auch das einzige was die ältere Frau an englisch drauf hatte. Auch meine Erklärungen und das zeigen meiner Buchung war nicht von Erfolg, anstatt dessen drehte sie uns ganz höflich den Rücken zu und guckte weiter TV. Also ging es der einzigen Straße entlang auf der Suche nach einem Zimmer. Nach erfolgreicher Suche und einer erholsamen Nacht wurden wir um 12 Uhr aus dem Bett geholt mit einem netten ‚check out please‘. Ja man hatte uns wohl vergessen zu sagen, dass wir nur eine Nacht bleiben können. Also wieder auf Zimmersuche, konnten uns aber erinnern, dass es auch dorm (Schlafsaal) Betten im gleichen Guest House gab, also nach einer Nudelsuppe wieder zurück und pro Nacht für knapp 3 Euro ein Bett genommen.
Jetzt konnten wir auch die Umgebung erkunden und besuchten eine überbewertete Sanddüne und einen netten kleinen Fluss durch eine nette Schlucht. An der Sanddüne gab es Quads zu leihen und wenn man das wie wir nicht tat konnte man trotzdem nicht die Faszination dieser Laune der Natur genießen, da man nur das laute Motorengeräusch der vielen Quads hörte. Aber war trotzdem schön. Weiterhin besticht Mui Ne unter den Freunden der Drachen (kite surfing) und Segel (Windsurfing) Sportarten durch seine steife Brise, die hier weht.
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Fischerdorf in Mui Ne

Nha Trang
Über Nha Trang hätten wir uns mal besser informieren sollen, denn es besticht durch einen zugebauten Strand, Hotelburgen und vor allem Flugzeugladungen von russischen Pauschaltouristen.
Da wir an Silvester dort ankamen, haben wir uns auf die Suche nach einer angemessenen Party gemacht. Das stellte sich aber als nicht so einfach heraus, denn zumindest um Mitternacht war in unserer Bar tote Hose und es gab weder Feuerwerk noch Sekt, dafür aber einen Kuchen. Also haben wir uns auf die Suche nach etwas mehr Action gemacht und sind zum Strand gelaufen. Dort wurden wir auch nicht wirklich fündig, haben aber einen Franzosen, Gaël, kennengelernt, mit dem wir nach zwei Bier am Strand noch in eine Bar weitergezogen sind, inklusive lauter Musik und jeder Menge Gin Tonics. Es wurde also doch noch eine lustige Silvesterparty aus dem Abend.
Die nächsten Tage haben wir zum Ausruhen genutzt und eine Tagestour in die vietnamesische Provinz unternommen, dieses mal aber ganz ohne andere Touristen. Wir haben probiert selber Räucherstäbchen herzustellen und haben gesehen wie man Reisschnaps herstellt (wovon wir natürlich auch kosten mussten). Außerdem haben wir einen Markt besucht und bei einer Familie zu Hause Mittag gegessen.

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Zu viel Reisschnaps vor dem Mittagessen


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Frisches Fleisch!

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Felix‘ erstes selbstgemachtes Räucherstäbchen

Hoi An
Hoi An besitzt im Gegensatz zu Nha Trang sehr viel Charme mit all seinen hübschen Straßen, bunten Laternen und versteckten Tempeln. Ein wenig inszeniert wirkte es, aber darüber muss man in einer Touristenstadt eben hinwegsehen. Wir haben uns hauptsächlich mit dem Fahrrad fortbewegt, was auch das Abwimmeln der Verkäufer erleichtert hat, die einem alle fünf Meter versuchen wahweise Süßigkeiten, Obst, Schmuck oder anderen Nippes anzudrehen. Weiterhin ist Hoi An auch berühmt für seine Handwerksbetriebe, bei denen man sich alles auf den Leib schneidern lassen kann. Für Anne gab es hier ein paar Sandalen.
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Hue
Hue ist vor allem als alte Königsstadt bekannt, weswegen wir hauptsächlich wegen der Zitadelle, der früheren Königsresidenz, sowie der prachtvollen Königsgräber gekommen sind. Von den Gräbern haben wir euch im letzten Beitrag schon erzählt. Die alte Residenz mit Zitadelle erstreckt sich über eine sehr große Fläche und ist leider durch die Bombardierung im Vietnamkrieg teilweise zerstört. Nach einem halben Tag Besichtigung waren wir platt und die Füße schmerzten wie nach einem vollen Tag in Angkor. Die Abende in Hue verbrachten wir in Bars bei einem Feierabendbier mit zwei 18jährigen deutschen Mädels aus unserem Hostel, die die klassische Reise-nach-dem-Abi machten.
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Phong-Nha-Nationalpark
Der Phong-Nha Nationalpark ist erst seit ungefähr 4 Jahren für Touristen erschlossen und ist für seine beeindruckenden Höhlen bekannt. Wir besuchten am ersten Tag die Phong-Nha Cave und die Tien Son Cave. Wenn man sie zum ersten Mal betritt, fühlt man sich wie in einer anderen Welt. Neben diesen einfach zugänglichen Höhlen kann man auch Touren in die angeblich größte Höhle der Welt buchen, ein 7tagiger Trip für knapp 3000 USD. Etwas spezieller war der Besuch der Dark Caves. Um zur Höhle zu gelangen mussten wir per zip line über den Fluss „schweben“ und dann in die Höhle schwimmen. Diese ist nicht beleuchtet, das hieß die Lampen auf den Helmen anschalten. Dann ging es in einen Seitengang hinein, der zu einem natürlichen Schlammbad führte. Dieses Schlammbad war eine tolle Erfahrungen. Auf dem Weg dahin versuchte man sich nicht schmutzig zu machen, aber einmal im Becken angelangt, gab es kein Halten mehr und wir haben versucht zu schwimmen und uns mit den anderen Leuten eine Schlammschlacht geliefert. Sehr faszinierend war vor allem, dass man wie im schwarzen Meer komplett oben schwimmt.
Als Unterkunft hatten wir uns ein Partyhostel ausgesucht, sodass wir jeden Abend mit Leuten aus der ganzen Welt am Feuer saßen, Bier tranken und Geschichten austauschten. Danach war uns nach Erholung zumute, aber daraus wurde nichts.

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Phong-Na Cave

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Hostel-Romantik

Hanoi
Mit dem Nachtbus sind wir nach Hanoi gefahren und haben bei Gaël übernachtet, der in Hanoi wohnt und uns netterweise in sein WG-Haus eingeladen hat. Die größte Attraktion ist wohl das Ho Chi Minh Mausoleum. Der Anführer der kommunistischen Revolution liegt friedlich in seinem Glaskasten und wird einmal im Jahr nach Moskau gebracht um dort die Konservierung zu erneuern. Wenn man sich in dem Raum befindet, darf man keine Fotos machen, nicht reden, nicht stehen bleiben und auch nicht die Hände in die Taschen stecken. Man weiß ja nie was die Touristen im Schilde führen… Außerdem kann man sich die bescheidene Bleibe und den Koi-Teich von Onkel Ho anschauen.

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Hier ruht Onkel Ho

Ganz nett anzuschauen war auch das vietnamesische Wasserpuppentheater, bei dem Puppen im Wasser traditionelle Motive wie „Bauern arbeiten im Reisfeld“ und „Drachenkampf“ darstellen. Toll ist auch das Old Quarter, in dem sich ein vollgestopfter Laden an den anderen reiht und jede Straße einer anderen Ware gewidmet ist. Man kann sich wunderbar in einem Straßencafé niederlassen, Nudelsuppe essen und die überladenen Mopeds beim Vorbeifahren beobachten. Mit Gaël und seinen Mitbewohnern haben wir abends einige Bars, Beer Corners und sogar einen Club mit Berliner DJ besucht.
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Na klar kann man das mit dem Moped transportieren!

Ha Long Bay
Dieses berühmte Wahrzeichen von Vietnam war unsere letzte Station und vielleicht die beeindruckendste. Wir entschieden uns dafür einen Tagesausflug mit dem Boot inkl. Touri-Bespaßung mit Kajak fahren und Höhlenbesichtigung. Die Schönheit der Bucht mit ihren steilen Bergen spricht für sich selbst und gehört zu Recht zum UNESCO Weltnaturerbe. Aber seht selbst:
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Unser Fazit zu Vietnam?
Das Land hat definitiv viele Highlights zu bieten, wenn auch manchmal mit kleinen Makeln, ist aber auf jeden Fall eine Reise wert.
Bis zum nächsten Bericht!
Felix und Anne
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Ein Tag im Leben eines Travellers II

Wie versprochen stellen wir euch heute einen weiteren typischen Tag aus unserem momentanen Leben vor. Diesmal betreiben wir mehr oder weniger klassisches Sightseeing in Hue, einer alten Königsstadt in Vietnam.

10:00 Uhr: Zum Frühstück gibt’s so eine Art gefüllten Pancake und gebratenen Mais mit Zwiebeln, beides Spezialitäten aus Hue.

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10:30 Uhr: Mit den Fahrrädern vom Hostel machen wir uns auf den Weg zur Grabstätte von König Kai Dinh, etwa 10km südlich der Stadt.

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11:15 Uhr: Als wir unsere Fahrräder auf dem Parkplatz abstellen wollen, kommt eine Frau und will 50 Cent Parkgebühren haben. Die Vietnamesen sind wirklich sehr einfallsreich wenn es darum geht westlichen Touristen Geld abzuknöpfen (wer würde in Deutschland Geld dafür bezahlen sein Fahrrad irgendwo abzustellen?). Wir haben inzwischen keine Lust mehr auf derartige Spielchen und fahren wieder runter vom Parkplatz und stellen unsere Fahrräder direkt neben dem Eingang ab.
Jetzt können wir uns endlich dem Wesentlichen widmen und erstehen ein etwas überteuertes Ticket für das Königsgrab für 3 Euro. Die typischen Touri-Fotos haben wir natürlich nur für euch gemacht 😉

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12:30 Uhr: Wir machen uns auf den Weg zum zweiten Programmpunkt für heute, ein weiteres Königsgrab einige Kilometer weiter. Vorbei an Dörfern, Bananenstauden und Frauen, die Kokosnüsse und Wasser am Straßenrand verkaufen, suchen wir den Eingang der Grabstätte.
13:00 Uhr: Kurz vorm Ziel winkt uns ein Einheimischer und will uns zeigen, dass wir hier in einen Feldweg abbiegen müssen. Natürlich nicht ganz uneigennützig, denn er will, dass wir unsere Fahrräder gegen eine Gebühr bei ihm abstellen. Auf so viel Dreistigkeit haben wir aber keine Lust und fahren einfach durch. Er rennt uns hinterher und versucht noch uns mit „Bicycle not possible!“ und „You must stay here!“ aufzuhalten, aber wir lassen uns nicht einschüchtern. Stolz auf unseren Sieg, fahren wir den holprigen Feldweg weiter bis zum Eingang. Für weitere 3 Euro kaufen wir ein Ticket für das Königsgrab von Minh Mang, eine sehr schöne Anlage mit riesigem Park und mehreren Tempeln.

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Königlicher Mülleimer?

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14:30 Uhr: Wir sind hungrig und es fängt gerade an zu regnen, also gehen wir in ein „Restaurant“ neben der Straße und bestellen mittels Zeichensprache etwas zu essen. Wie überall in Vietnam üblich, sitzt man hier auf Kinderplastikstühlen an ebenso kleinen Tischen.

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Man beachte die Männergruppe im Hintergrund, bei der bereits ein Haufen aus Bierdosen unter dem Tisch liegt.

15:15 Uhr: Wir müssen etwa das Doppelte vom üblichen Preis für das Essen bezahlen und fahren mit einem grummeligen Gefühl weiter. Das dritte Königsgrab, das wir eigentlich besichtigen wollten, lassen wir ausfallen (zwei reichen!) und wenden uns gleich dem vierten Programmpunkt von Reiseleiterin Anne zu, ein Geocache westlich von Hue.
16:00 Uhr: Der Geocache führt uns zu einer alten Arena, in der noch bis 1904 zur Unterhaltung der Königsfamilie Elefanten gegen Tiger um ihr Leben gekämpft haben (ähnlich Gladiatorenkämpfen).

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16:30 Uhr: Wir widmen uns der Suche des Caches, können ihn aber leider nicht finden.

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Hier ist er nicht.

17:00 Uhr: Wir machen uns auf den Heimweg und kommen bei Sonnenuntergang wieder im Hostel an.
18:00 Uhr: Nach einer Stunde Chillen machen wir uns auf den Weg zum Abendessen. Vorher buchen wir aber noch ein Busticket für den nächsten Tag.

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18:30 Uhr: Wir entscheiden uns im Restaurant eines anderen Hostels zu essen. Es ist gerade Pizza Happy Hour, das lassen wir uns nicht zweimal sagen.

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20:00 Uhr: Uns ist noch nicht nach Schlafen gehen zumute, also genehmigen wir uns noch ein paar Gin Tonics in der Why Not Bar.

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22:30 Uhr: Auf dem Heimweg kaufen wir noch eine Flasche Wasser in einer Art Kiosk-Supermarkt.

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22:45 Uhr: Zum Abschluss des Tages trinken wir noch ein Bier im Hostel. Danach packen wir schonmal unsere Sachen, da wir am nächsten Tag um 6 Uhr aufstehen müssen.

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Übrigens, falls ihr Wünsche für einen speziellen Blogbeitrag habt, könnt ihr uns das gerne in den Kommentaren mitteilen.
Bis zum nächsten Beitrag!
Anne + Felix

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